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AuthorTauchmann, Björndc.contributor.author
Date of accession2016-03-15T06:25:04Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2016-03-15T06:25:04Zdc.date.available
Year of creation2010dc.date.created
AbstractLungenkontusion und Blutungsschock können für sich alleine bereits relevante Störungen der Immunkompetenz auslösen. Ziel dieser Studie war es, ein nicht letales Kombinationsmodell dieser Verletzungen zu entwickeln und mit den einzelnen Verletzungen zu vergleichen. Dazu wurden männliche Mäuse in Inhalationsanästhesie mittels Sevofluran entweder einem stumpfen Thoraxtrauma, einem hämorrhagischen Schock, der Kombination aus beidem oder einem Kontrolleingriff unterzogen. Die Brustkorbverletzung wurde hierbei mittels berührungslosem Druckwellentrauma ausgelöst, der Blutungsschock druckkontrolliert mit anschließender Reinfusion der vierfachen Menge an Ringerlösung etabliert. Dabei wurden die Vitalparameter aller Tiere über 180 Minuten postinterventionell überwacht. Nach 20 Stunden wurden die Lungen der getöteten Tiere operationsmikroskopisch inspiziert und der makroskopische Lungenschaden dokumentiert. Blut, Leber und Milz wurden entnommen. Die Konzentrationen von TNF-alpha, IL-6 und IL-10 wurden einerseits im Plasma und andererseits in den Zellkulturüberständen von isolierten, mit LPS stimulierten, hepatischen Kupffer-Sternzellen, mononukleären Zellen des peripheren Blutes und Milzmakrophagen gemessen. Tiergewichte und Druckwellen ergaben keinerlei statistische Unterschiede. Tiere nach alleinigem Thoraxtrauma hyperventilierten signifikant gegenüber der Kontrolle. Blutdruck und Herzfrequenz von Kombinationstieren waren stärker erniedrigt im Vergleich zu den Einzelverletzungen. Der makroskopische Lungenschaden war subjektiv in den Traumatiergruppen gleich. Die TNF-alpha-Konzentrationen waren 20 Stunden nach Versuchsbeginn im Plasma von den Tieren erhöht, die das Thoraxtrauma alleine oder in Kombination mit einem Blutverlust erhalten hatten. Bei Kombinationstrauma zeigten Kupffer-Sternzellen erhöhte, Monozyten des peripheren Blutes verminderte TNF-alpha-Sekretion im Vergleich zur Kontrolle. Bei IL-6 waren keine relevanten Konzentrationsunterschiede im Plasma nachweisbar. Kupffer-Sternzellen von Tieren mit alleinigem und kombiniertem Thoraxtrauma sezernierten hiervon mehr, die Monozyten im peripheren Blut nach Kombinationstrauma weniger als die Kontrollen. Bei allen Versuchstiergruppen waren die Plasmakonzentrationen von IL-10 dann 20 Stunden nach Versuchsbeginn annähernd gleich hoch. Zu diesem Zeitpunkt synthetisierten hepatische Kupffer-Sternzellen nach isoliertem und kombiniertem Thoraxtrauma letzteres noch vermehrt. Ebenso verhielten sich die Milzmakrophagen nach alleinigem Blutungsschock. Der Vergleich physikalischer Messgrößen deutete auf eine gleichwertige Intensität der Pathomechanismen in den entsprechenden Versuchstiergruppen hin. Die Vitalparameter schienen beim Kombinationstrauma jeweils mehr gestört zu sein, was hier auf einen Summationseffekt der Schwere der Einzelverletzungen hindeutete. Die immunologischen Untersuchungsergebnisse ließen vermuten, dass zum Zeitpunkt 20 Stunden nach Thoraxtrauma mit anschließendem Blutungsschock und kristalloidem Volumenersatz die proinflammatorische Immunantwort der hepatischen Kupffer-Sternzellen bereits zum Tragen kam, während die antiinflammatorischen Effekte der Milzmakrophagen noch kaum nachweisbar waren. Der dem Thoraxtrauma folgende Schock verstärkte die Immunantwort nur unerheblich. Letztlich schien das Thoraxtrauma im Vergleich zum Blutungsschock den größeren Stimulus für die Immunantwort darzustellen und somit führend für die Prognose nach Kombinationsverletzung zu sein. Das entwickelte, nicht-letale Modell liefert reproduzierbare Ergebnisse und erfasst typische Veränderungen inflammatorischer Parameter nach stumpfem Thoraxtrauma mit anschließendem Blutungsschock.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandard (Fassung vom 01.10.2008)dc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v2dc.rights.uri
KeywordBlutungsschockdc.subject
KeywordMilzmakrophagendc.subject
KeywordPBMCdc.subject
KeywordThoraxtraumadc.subject
KeywordTNFdc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHInterleukin-10dc.subject.mesh
MeSHShock, hemorrhagicdc.subject.mesh
MeSHTumor necrosis factor-alphadc.subject.mesh
MeSHWounds and injuriesdc.subject.mesh
TitleEinfluss des hämorrhagischen Schocks auf die zellvermittelte Immunfunktion von Mäusen nach stumpfem Thoraxtraumadc.title
Resource typeDissertationdc.type
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-2214dc.identifier.doi
PPN663906776dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-vts-76705dc.identifier.urn
GNDHämorrhagischer Schockdc.subject.gnd
GNDInterleukin 6dc.subject.gnd
GNDInterleukinedc.subject.gnd
GNDKupffer-Sternzelledc.subject.gnd
GNDLungenkontusiondc.subject.gnd
GNDTumor-Nekrose-Faktor <alpha>dc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
Date of activation2011-06-24T11:08:14Zuulm.freischaltungVTS
Peer reviewneinuulm.peerReview
Shelfmark print versionZ: J-H 14.115; W: W-H 12.579uulm.shelfmark
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
VTS ID7670uulm.vtsID
CategoryPublikationenuulm.category
Bibliographyuulmuulm.bibliographie


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