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AuthorJahn, Christianedc.contributor.author
Date of accession2016-03-15T06:25:04Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2016-03-15T06:25:04Zdc.date.available
Year of creation2010dc.date.created
AbstractDie Veränderungsbemühungen im Verlauf des psychoanalytischen Prozesses wurden am Einzelfall Amalie X untersucht. Amalie X ist eine zu Beginn der Behandlung allein lebende 35-jährige Lehrerin, sie litt viele Jahre ihres Lebens unter Erythrophobie und depressiven Verstimmungen, einem ausgesprochen negativen Selbstwertgefühl. Seit ihrer Pubertät hatte sie mit den Auswirkungen einer virilen Stigmatisierung zu kämpfen, hatte Probleme im Zusammenhang mit weiblichen Selbstrepräsentanzen und extreme soziale Unsicherheit. Ihre Psychoanalyse erstreckte sich über 517 Stunden, welche durch Tonbandprotokolle dokumentiert sind und entsprechend den Regeln der Ulmer Textbank transkribiert wurden. 60 dieser Stundentranskripte wurden überwiegend als 5-er Blöcke über die gesamte Behandlung verteilt systematisch ausgewählt. Die gefundenen Beziehungsepisoden wurden nach einem formalisierten Vorgehen codiert und ausgewertet. Charakterisiert wurden sie nach den Kriterien: Art der Beziehungsepisode, Zeitpunkt der Handlung, und die Episodenpartner wurden entsprechend einer Objektliste identifiziert. Die in den Beziehungsepisoden zu identifizierenden Beziehungsvariablen wurden inhaltsanalytisch ausgewertet. Zur Operationalisierung wurde die Methode der Quantitativen Einschätzung Interpersoneller Themen verwendet, kurz QUAINT genannt. QUAINT ist ein zirkumplexes Modell mit 2 Dimensionen, der Affiliation und der Interdependenz. Es kodiert die Elemente Wünsche, Reaktionen der Objekte und Reaktionen der Subjekte. QUAINT ist eine Mischung aus der ZBKT-Methode nach Luborski und dem SASB-Modell nach Benjamin. Das dimensionale Modell bietet den Vorteil, dass korrespondierende Positionen zusammengefasst werden können. Es wurden klinische Hypothesen formuliert, am Leiden und an den Therapiezielen orientiert und natürlich an der Methode. Zur Sichtbarmachung wurden zunächst in Abhängigkeit von absoluten und relativen Häufigkeiten die Zusammenhänge zwischen den Beziehungsepisodenkomponenten untersucht und anschließend deren Verteilung über die Therapiephasen. Aus den häufigsten Beziehungskomponenten wurden prototypische Beziehungsmuster kombiniert. Um komplexe Muster erkennen zu können, musste die Datenfülle reduziert werden und es wurden so genannte Wunschfenster analysiert. In einem Wunschfenster gruppieren sich Muster in der Konstellation ihrer Beziehungsepisoden-Komponenten um einen Wunsch. Die Betrachtung der beziehungsdynamischen Veränderungen während des Therapieprozesses ist plausibel, korreliert mit dem klinischen Bild. Ein komplexes Abbild des psychoanalytischen Prozesses wird erkennbar, dergestalt dass 4 Beziehungsthemen klar abgrenzbar über die Therapie verteilt sind und weitere 3 Beziehungsthemen mehr oder weniger vordergründig über die gesamte Therapiezeit präsent sind. Der Gewinn bei der Entscheidung, QUAINT einzusetzen und sich an den Wünschen zu orientieren, besteht darin, dass man einen kliniknahen Einblick in die systematischen Veränderungsprozesse des Falles bekommt. Die Entwicklung der Wünsche, wie sie mit QUANT dargestellt werden konnte, ist adäquat, hilfreich für die Patientin und bestätigt den bekannten positiven Verlauf der Therapie.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandard (Fassung vom 01.10.2008)dc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v2dc.rights.uri
KeywordAmalie Xdc.subject
KeywordBeziehungsmusterdc.subject
KeywordEinzelfallforschungdc.subject
KeywordPsychoanalytische Verlaufsforschungdc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHPsychoanalysis. Case studiesdc.subject.mesh
MeSHPsychoanalytic therapy. Researchdc.subject.mesh
TitleVeränderung internalisierter Beziehungsmuster im Verlauf einer Langzeitpsychoanalysedc.title
Resource typeDissertationdc.type
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-2213dc.identifier.doi
PPN663906784dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-vts-76679dc.identifier.urn
GNDLangzeittherapiedc.subject.gnd
GNDQUAINTdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
Date of activation2011-06-24T11:06:52Zuulm.freischaltungVTS
Peer reviewneinuulm.peerReview
Shelfmark print versionZ: J-H 14.075; W: W-H 12.525uulm.shelfmark
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
VTS-ID7667uulm.vtsID
CategoryPublikationenuulm.category
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


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