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AuthorSinger, Hannekedc.contributor.author
Date of accession2016-03-15T06:24:42Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2016-03-15T06:24:42Zdc.date.available
Year of creation2010dc.date.created
AbstractDie Studie liefert einen Überblick zur Häufigkeit traumatischer Erfahrungen sowie der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) sowohl bei zivil- als auch bei strafrechtlich eingewiesenen Heimjugendlichen in der Deutschschweiz. Weiterhin wurden auf Basis der potentiell traumatischen Erlebnisse der Jugendlichen verschiedene Muster bzw. Profile traumatisierender Vergangenheiten identifiziert und in Zusammenhang mit Psychopathologie, Delinquenz und Merkmalen der aktuellen Maßnahme gesetzt. Insgesamt 245 Jugendliche aus 31 Einrichtungen wurden in die Studie eingeschlossen. Der Altersbereich reichte von 8 bis 25 Jahre, mit einem Mittelwert von 16,8. Ein Viertel der Jugendlichen war weiblich. Der Großteil (81 %) der Heimjugendlichen gab an, bereits mindestens eine potentiell traumatische Erfahrung gemacht zu haben; von diesen erfüllten 54 % mit mindestens einem Ereignis das DSM-IV-A-Kriterium der PTBS. Mit 4 % (Mädchen 4,7 %, Jungen 3,9 %) liegt die Prävalenz der Posttraumatischen Belastungsstörung ca. viermal höher als in der Allgemeinbevölkerung. Bei der Bildung von "Trauma-Klassen" mittels einer Latenten Klassenanalyse fanden sich drei Gruppen: "Ohne Traumatisierung", "Mittlere Traumatisierung" und "Schwere Traumatisierung". Die weiteren Analysen verdeutlichten einen Zusammenhang zwischen schwerer, interpersoneller Traumatisierung und psychischen Auffälligkeiten sowie delinquentem, insbesondere Gewaltverhalten. Die kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung insbesondere der schwer traumatisierten Jugendlichen zeigte sich dagegen als unzureichend. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass der Großteil der Jugendlichen in der stationären Jugendhilfe spezifische (trauma-)pädagogische Konzepte bzw. Zugang zu traumapsychotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten benötigt. Weiterhin wurde deutlich, dass die Diagnosekriterien der Posttraumatischen Belastungsstörung die komplexe Störungssymptomatik der schwer traumatisierten Heimjugendlichen offensichtlich nicht abbilden konnte.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandard (Fassung vom 01.10.2008)dc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v2dc.rights.uri
KeywordDelinquenzdc.subject
KeywordJugendstrafsystemdc.subject
KeywordTraumatische Erlebnissedc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHCrime and criminals. In adolescencedc.subject.mesh
MeSHJuvenile delinquencydc.subject.mesh
TitleTraumatische Erlebnisse, Psychopathologie und Delinquenz bei Heimjugendlichen im Schweizer Jugendhilfe- und Jugendstrafsystemdc.title
Resource typeDissertationdc.type
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-2090dc.identifier.doi
PPN633078670dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-vts-73665dc.identifier.urn
GNDJugendhilfedc.subject.gnd
GNDPosttraumatisches Stresssyndromdc.subject.gnd
GNDPsychopathologiedc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
Date of activation2010-08-09T15:05:18Zuulm.freischaltungVTS
Peer reviewneinuulm.peerReview
Shelfmark print versionZ: J-H 13.725; W: W-H 12.175uulm.shelfmark
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
VTS-ID7366uulm.vtsID
CategoryPublikationenuulm.category


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