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AuthorGrossi, Anna-Sophiadc.contributor.author
Date of accession2019-08-09T09:06:23Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2019-08-09T09:06:23Zdc.date.available
Year of creation2018dc.date.created
Date of first publication2019-08-09dc.date.issued
AbstractSepsis ist als lebensbedrohliche Organdysfunktion durch eine fehlgesteuerte Wirtsantwort auf einen Erreger bezeichnet. Sie stellt weiterhin ein bedeutendes Problem in der Medizin dar und zählt weltweit immer noch zu einer der häufigsten Todesursachen und kritischen Erkrankungen auf Intensivstationen. Charakteristisch ist eine frühe hyperdyname und späte hypodyname Kreislaufsituation. Ursächlich für diese Abläufe scheint die Stickstoffmonoxid (NO)-Freisetzung aus den Endothelzellen zu sein. Aufgrund von Störungen in der Endothelfunktion kommt es zu einer Leckage im mikrovaskulären System mit Ödembildung und trägt mit zur Entwicklung des Organversagens bei. Adrenomedullin (ADM) ist ein vasodilatives Peptid und wurde in seiner janusköpfigen Funktion in mehreren Studien untersucht. So konnte z.B. durch ADM-Substitution ein hypodynamer Kreislauf durchbrochen und das Überleben verbessert werden. Andererseits ist die Mortalität der Patienten im septischen Schock direkt mit der ADM-Konzentration im Blut assoziiert. Deshalb wird angenommen, dass ADM eine zentrale Funktion in der körpereigenen Antwort auf das Schockgeschehen hat, die überschießende Freisetzung jedoch zum Kreislaufversagen und Verstärkung des Schockgeschehens führt. Ziel der vorliegenden Studie war es mögliche Mechanismen des ADM-Antikörpers HAM1101 im septischen Schock unseres Mausmodells durch zökale Ligation und Punktion (CLP) festzustellen. Untersucht wurde hierbei die Histologie der Niere und thorakalen Aorta sowie der Einfluss auf die induzierbare Stickstoffmonoxid-Synthase (iNOS)-, und endotheliale Stickstoffmonoxid-Synthase (eNOS)-Expression sowie Nitrotyrosin-Bildung, als Marker für nitrosativen Stress. Direkt nach Sepsis-Induktion durch CLP wurde HAM1101 oder ein Vehikel subcutan (s.c.) verabreicht. Es folgte intensivmedizinisches Monitoring, regelmäßige Messungen sowie weitere intravenöse (i.v.) und subcutane (s.c.) Applikationen, wie Anästhetika, Volumen, Analgetika, Antibiose, Katecholamine und Glukose. Nach acht Stunden erfolgte die zweite Gabe von HAM1101 bzw. eines Vehikels. Zur Aufrechterhaltung der vorgegebenen hämodynamischen Parameter wurde kontinuierlich Volumen und Noradrenalin verabreicht. 20 Stunden nach Sepsisinduktion wurde der Tod durch Eröffnung der Gefäße eingeleitet. Am Ende des Versuchs wurden Gewebeproben der Niere und Aorta für histologische und immunhistochemische Untersuchungen gewonnen. In der Hämatoxylin-Eosin-Färbung sowie der Periodic-acid-Schiff (PAS)-Reaktion konnte kein Einfluss auf die Histologie der Niere durch HAM1101 gezeigt werden. Dies deckt sich gut mit voran gegangenen Studien in denen sich ebenfalls eine verminderte Nierenfunktion bei erhaltener Morphologie zeigte. In der immunhistochemischen Untersuchung zeigte sich jedoch eine signifikante Reduktion der iNOS-Expression und Nitrotyrosin-Bildung, welche gut in Einklang mit der verbesserten Kreatinin-Clearance und Urinausscheidung zu bringen ist. In der Aorta deckt sich die reduzierte Immunfärbung für iNOS und Nitrotyrosin ebenfalls mit dem erniedrigten Noradrenalinbedarf der HAM1101-behandelten Mäusen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in einem polymikrobiellen CLP-Mausschockmodell, die Gabe des Adrenomedullin-Antikörpers HAM110, in einem pretreatment Design, zu einer verringerten Entzündungsreaktion und Reduktion des nitrosativem Stresses und somit zu einer Verbesserung der Nieren- und Organfunktion führt.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordCLPdc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHShock, Septicdc.subject.mesh
MeSHDisease models, Animaldc.subject.mesh
MeSHMicedc.subject.mesh
TitleHistomorphologische Effekte der frühen Adrenomedullin-Blockade im septischen Schock der Mausdc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2019-06-27dcterms.dateAccepted
RefereeRadermacher, Peterdc.contributor.referee
RefereeLindemann, Jörgdc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-17783dc.identifier.doi
PPN1671674251dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-17840-0dc.identifier.urn
GNDSepsisdc.subject.gnd
GNDSeptischer Schockdc.subject.gnd
GNDAdrenomedullindc.subject.gnd
GNDTiermodelldc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Institut für Anästhesiologische Pathophysiologie und Verfahrensentwicklunguulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgieuulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
Bibliographyuulmuulm.bibliographie


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