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AuthorBardosch, Michelledc.contributor.author
Date of accession2019-08-05T12:21:58Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2019-08-05T12:21:58Zdc.date.available
Year of creation2018dc.date.created
Date of first publication2019-08-05dc.date.issued
AbstractIn Deutschland besteht zurzeit eine Versorgungslücke in der ambulanten Therapie von psychischen sowie psychosomatischen Erkrankungen bei gleichzeitig Anstieg der Krankschreibungen in diesem Bereich. Ein Ansatz, dem entgegenzuwirken, sind so genannte Psychosomatische Sprechstunden im Betrieb (PSIB). In dieser Arbeit wurde die Umsetzung von Behandlungsempfehlungen bei Besuchern der PSIB - ein Frühinterventionsangebot am Arbeitsplatz - in zwei Ulmer Betrieben im Vergleich zu den Patienten einer psychosomatischen Hochschulambulanz untersucht. Zudem wurde geprüft, ob sich die Patienten der PSIB und der Hochschulambulanz in ihrem Krankheitszustand und im Vorliegen von seelisch belastenden Konflikten im Privatleben und Arbeitsplatz unterscheiden. Es wurde mit bereits vorliegenden Datensätzen aus einer Beobachtungsstudie gearbeitet. Nach der Erstvorstellung in Hochschulambulanz und PSIB wurde ein T1 Fragebogen (Basisdaten wie Geschlecht, Alter, Bildungsstand, Angaben zu bisheriger und aktueller Behandlung) von den Patienten ausgefüllt. Nach 12 Wochen wurde im sogenannten „follow up“ mit dem T2 Fragebogen die wahrgenommenen Therapien nach dem Erstgespräch, ob die Patienten nach Abschluss ihrer Gespräche sich um eine Folgetherapie bemüht hatten sowie Angaben zu Gesundheit und Arbeitsfähigkeit eruiert. Aus den Arztbriefen wurden Diagnosen, Therapieart, Sitzungsanzahl, Vorliegen eines Privat- bzw. Arbeitsplatzproblems sowie die Therapieempfehlung herausgearbeitet. Insgesamt wurden Daten von 172 Patienten untersucht, aufgeteilt in drei Gruppen: „Hochschulambulanz“ mit 95, „Firma A“ mit 41 und „Firma B“ mit 36 Teilnehmern, was insgesamt eine angemessene Stichprobe zur statistischen Auswertung lieferte. Die statistische Auswertung der Daten ergab, dass die Patienten der Hochschulambulanz signifikant kränker (gemessen an Anzahl somatischer und psychischer Diagnosen sowie psychotherapeutischer Vorbehandlungen) waren als die Nutzer der PSIB. Bezüglich der Empfehlungsumsetzung und dem Vorliegen von xArbeitsplatzproblematik konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen den Betrieben und der Hochschulambulanz gefunden werden, jedoch stellten sich hochsignifikante Unterschiede zwischen den verschiedenen Arten der Therapieempfehlung und der Therapieumsetzung dar. Am besten wurde die Empfehlung zur Krisenintervention mit einer Rate von 100%, gefolgt von einer Empfehlung zur stationären bzw. tagesklinischen Behandlung in einer Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (stationär 53% bzw. tagesklinisch 52%) umgesetzt. Am schlechtesten wurde die Empfehlung zu einer ambulanten Psychotherapie von den Patienten angenommen (Umsetzungsrate 39%). Die Umsetzung von Therapieempfehlungen war in beiden Behandlungsorten vergleichbar (Therapieempfehlung umgesetzt: Hochschulambulanz 47%, PSIB 43% der Patienten). Eine sehr hohe Therapiecompliance bestand, wenn nahtlos an die „Psychosomatische Sprechstunde im Betrieb“ eine Kurzintervention „Kurzzeittherapie“ angeboten wurde – also eine sehr starke Verzahnung von Erstgespräch und weiterführender Behandlung besteht. Es ergaben sich keine Unterschiede der Umsetzung der Empfehlungen in Bezug auf Geschlecht sowie höchsten Schulabschluss. Die Ergebnisse dieser Arbeit weisen darauf hin, dass die PSIB mit ihrem speziellen Setting einen niedrigschwelligen und einfachen Zugang zur psychotherapeutischen Erstversorgung liefert und Patienten in einem früheren Krankheitsstadium bzw. vor Krankheitsbeginn auffangen kann. Schnelle und direkt verfügbare Therapieangebote wie die Kurzzeittherapie sollten wegen ihrer durchweg positiven Akzeptanz, wenn es möglich ist, häufiger angeboten werden. In weiteren Studien sollte geprüft werden, wie man die Zeit zwischen Initialgespräch und Therapiebeginn sinnvoll gestalten kann, um die Therapiemotivation des Patienten zu erhalten. Mit dieser Arbeit konnte ein Betrag zur Forschungslücke „Empfehlungsumsetzung“ und zur psychischen Sprechstunde im Betrieb geleistet werden. Weitere Studien zum Thema PSIB und Empfehlungsumsetzung bleiben jedoch dringend notwendig.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordBetriebsambulanzdc.subject
KeywordHochschulambulanzdc.subject
KeywordTherapieempfehlungdc.subject
KeywordTherapiebeginndc.subject
KeywordEmpfehlungsumsetzungdc.subject
KeywordImplementationdc.subject
KeywordPsychosomatische Hochschulambulanzdc.subject
KeywordPCIWdc.subject
KeywordPSOCdc.subject
KeywordPSIBdc.subject
KeywordPsychosomatische Sprechstunde im Betriebdc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 150 / Psychologydc.subject.ddc
MeSHMental health servicesdc.subject.mesh
MeSHOccupational health servicesdc.subject.mesh
MeSHAmbulatory care facilitiesdc.subject.mesh
MeSHMental disorders; Therapydc.subject.mesh
MeSHPatient compliancedc.subject.mesh
TitleUmsetzung von Therapieempfehlungen in einer Hochschulambulanz und zwei Betriebsambulanzendc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2019-07-12dcterms.dateAccepted
RefereeWietersheim, Jörn vondc.contributor.referee
RefereeKilian, Reinholddc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-17490dc.identifier.doi
PPN1670663582dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-17547-4dc.identifier.urn
GNDAmbulante psychiatrische Versorgungdc.subject.gnd
GNDBetriebsärztlicher Dienstdc.subject.gnd
GNDPsychische Störungdc.subject.gnd
GNDTherapietreuedc.subject.gnd
GNDTherapieerfolgdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapieuulm.affiliationSpecific
InstitutionUKU. Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie IIuulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


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