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AuthorAfschar-Hamdi, Simadc.contributor.author
Date of accession2019-08-02T15:04:37Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2019-08-02T15:04:37Zdc.date.available
Year of creation2018dc.date.created
Date of first publication2019-08-02dc.date.issued
AbstractDie Patientenjahrgänge 1951,1956, 1961 und 1966 der Kinderabteilung des Psychiatrischen Landeskrankenhauses Weissenau wurden hinsichtlich dokumentierter Zwangsmaßnahmen mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet. 460 Patientenakten wurden untersucht. Es konnten diverse Zwangsmaßnahmen nachgewiesen werden, wie Isolierung, Fixierung, Faradisieren (Anlegen von Strom) und die Verlegung auf eine Erwachsenenstation als Bestrafung. Auch Fälle von sexuellem Missbrauch und der Abgabe von Versuchsmedikamenten an Patienten waren darunter. In erster Linie waren geistig behinderte Patienten betroffen. Eine Information der Sorgeberechtigten über diese Maßnahmen bzw. Vorfälle oder gar eine Einwilligung in Zwangsmaßnahmen ließ sich nicht feststellen, war aber auch rechtlich nicht vorgeschrieben. Es konnte auch festgestellt werden, dass minderjährige Patienten unentgeltich für das Psychiatrische Landeskrankenhaus arbeiteten, allerdings nicht im Sinne von Zwangsarbeit. Arbeit als Therapiemittel war damals ein gängiges therapeutisches Konzept, die Patienten wurden hier allerdings nicht therapeutisch begleitet und hatten zum Teil auch den eklatanten Personalmangel auszugleichen. Vor dem Hintergrund gesamtgesellschaftlich eher repressiver Erziehungsvorstellungen waren Zwang und Gewalt üblich und legitimiert. Mangelnde Finanzierung, Überbelegung, Personalmangel und unzureichende Qualifikation des eingesetzten Personals im Untersuchungszeitraum trugen zur verstärkten Anwendung von Zwangsmaßnahmen und Gewalt bei. Die damalige Rechtslage legitimierte diese bis zu einem gewissen Grad auch.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordFaradisierendc.subject
KeywordNachkriegszeitdc.subject
KeywordMedikamentenversuchdc.subject
KeywordKörperliche Gewaltdc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 150 / Psychologydc.subject.ddc
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHPatient isolationdc.subject.mesh
MeSHPhysical abusedc.subject.mesh
TitleZwangsmaßnahmen an Kindern und Jugendlichen im Psychiatrischen Landeskrankenhaus Weissenau in den 50er und 60er Jahrendc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2019-06-06dcterms.dateAccepted
RefereeSchepker, Renatedc.contributor.referee
RefereeFegert, Jörgdc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-17271dc.identifier.doi
PPN1670668223dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-17328-7dc.identifier.urn
GNDIsolierung <Medizin>dc.subject.gnd
GNDFixierungdc.subject.gnd
GNDFreiheitsentziehungdc.subject.gnd
GNDGewaltdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapieuulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
Bibliographyuulmuulm.bibliographie


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