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AuthorBühler, Alissadc.contributor.author
Date of accession2019-08-01T14:55:32Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2019-08-01T14:55:32Zdc.date.available
Year of creation2018dc.date.created
Date of first publication2019-08-01dc.date.issued
AbstractIn der operativen Versorgung proximaler Femurfrakturen des geriatrischen Patienten gilt die Implantation einer zementierten Duokopfprothese als Verfahren der Wahl. Durch die kürzere Operationszeit, den geringeren Blutverlust und die besseren frühfunktionalen Ergebnisse mit einer geringeren Komplikationsrate, ist sie der Totalendoprothese beim älteren, inaktiven Menschen überlegen. Seit der Einführung des Knochenzements durch John Charnley im Jahr 1961 entwickelte sich die Technik des Zementierungsvorganges stetig weiter, sodass heute das Verfahren der 3. Generationstechnik als Goldstandard angesehen wird. Bereits seit der Einführung der Zementierung konnten kardiorespiratorische Veränderungen beobachtet werden, welche unter dem Begriff des Bone Cement Implantation Syndrome (BCIS) in der Literatur geführt werden. Während sich zahlreiche Studien bislang mit dem allgemeinen Auftreten des BCIS, dessen Genese und Pathophysiologie beschäftigten, war es Ziel der vorliegenden Studie, einen Vergleich zwischen der 2. und 3. Generationszementiertechnik bezüglich der Häufigkeit des BCIS durchzuführen. Dabei galt es mögliche Vorteile des modernen Verfahrens im Hinblick auf die Reduktion des BCIS zu erkennen, um diese für zukünftige Eingriffe nutzen zu können. Das Studienkollektiv setzte sich aus 203 Patienten zusammen, welche im Zeitraum von Januar 2007 bis Juli 2010 (2. Generationszementiertechnik) und Januar 2014 bis Dezember 2015 (3. Generationszementiertechnik) im Rahmen der Implantation einer zementierten Duokopfprothese in der Unfallchirurgie des Marienhospitals Stuttgart operiert wurden. Bei 111 Patienten war der Zeitpunkt der Zementapplikation nicht dokumentiert, sodass diese eine separate Auswertungsgruppe bildeten. Rund zwei Drittel aller Patienten waren weiblich und zwischen 76 und 90 Jahre alt, zwischen den Gruppen bestand kein signifikanter Unterschied. Im Hinblick auf die Kranken- und Vorgeschichte der Patienten ergaben sich keine relevanten Differenzen, sodass in allen Gruppen die ASA-Klassifikation Grad 3 überwog. Mehr als 90 Prozent aller Patienten konnten innerhalb der ersten 48h nach stationärer Aufnahme operativ versorgt werden. Im Vergleich war die Operationsdauer bei Anwendung des modernen Zementie-rungsverfahrens signifikant länger als bei der alten Technik. Die Dauer des stationären Aufenthalts differierte zwischen den Gruppen nicht signifikant. Bei Betrachtung der Kernfragen konnte in Gruppe 1 eine signifikante Reduktion des BCIS von 23,4 Prozent unter Anwendung der 3. Generationstechnik gegenüber der 2. Generationstechnik nachgewiesen werden. Dabei dominierte in allen Gruppen BCIS-Schweregrad 1. Weitere unabhängige Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht, ASA-Klassifikation oder Narkoseverfahren ergaben sich in der vorliegenden Studie nicht. Auch ein hoher Charlson-Comorbidity-Index der Patienten zeigte keinen Zusammenhang mit einem vermehrten Auftreten des BCIS. Postoperative Komplikationen konnten in allen Subgruppen beobachtet werden und traten insgesamt bei einem Viertel aller Patienten auf. Nach stattgefundenem BCIS konnte jedoch keine signifikant erhöhte postoperative Komplikationsrate festgestellt werden. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie zeigen, dass die 3. Generationszemen-tiertechnik ein zuverlässiges Verfahren zur Implantation zementierter Duokopfprothesen ist und mit einer geringeren Inzidenz des Bone Cement Implantation Syndrome einhergeht. Dennoch spricht die in dieser Studie insgesamt hohe beobachtete Quote an BCIS-Fällen für weiteren Handlungsbedarf bezüglich der Risikoreduktion und Prävention dieses Phänomens. Dazu sollten die Ergebnisse dieser Studie im Rahmen großer Fallstudien mit homogenen Gruppen bestätigt werden.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordDuokopfprothesedc.subject
KeywordSchenkelhalsfrakturdc.subject
KeywordZementiertechnikdc.subject
KeywordHüftprothesedc.subject
KeywordBone Cement Implantation Syndromedc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHFemoral fracturesdc.subject.mesh
MeSHArthroplasty, Replacement, Hipdc.subject.mesh
MeSHBone cementsdc.subject.mesh
MeSHBone cements; Adverse effectsdc.subject.mesh
TitleEinfluss der 3. Generationszementiertechnik auf das Auftreten des Bone Cement Implantation Syndrome bei der Implantation von zementierten Duokopfprothesendc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2019-06-28dcterms.dateAccepted
RefereeLiener, Ulrichdc.contributor.referee
RefereeRöderer, Götzdc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-17166dc.identifier.doi
PPN1670659984dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-17223-2dc.identifier.urn
GNDHüftgelenkprothesedc.subject.gnd
GNDSchenkelhalsbruchdc.subject.gnd
GNDKnochenzementimplantationssyndromdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Unfall-, Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgieuulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
In cooperation withMarienhospital Stuttgart, Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgieuulm.cooperation
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


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