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AuthorKandziora, Patrickdc.contributor.author
Date of accession2019-07-26T15:15:03Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2019-07-26T15:15:03Zdc.date.available
Year of creation2018dc.date.created
Date of first publication2019-07-26dc.date.issued
AbstractIn der vorliegenden Arbeit soll eine vom Brief International Cognitive Assessment for Multiple Sclerosis (BICAMS) abgeleitete neuropsychologische Testbatterie in der Praxis angewendet werden. Diese enthält eine abgewandelte Form des Verbalen Lern- und Merkfähigkeitstests (VLMT), eine abgewandelte Form des Brief Visouspatial Memory Test – Revised (BVMT-R) sowie eine schriftliche Form des Symbol Digit Modalities Test (SDMT). Mithilfe des VLMT wird bevorzugt das verbale Gedächtnis geprüft. Anhand des BVMT-R wird vorwiegend das non-verbale Gedächtnis geprüft. Der SDMT prüft bevorzugt die Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit. Die vorliegende Arbeit will belegen, ob anhand dieser Kurztestserie ein signifikanter Unterschied bezüglich der erreichten Leistung in den einzelnen Untertests zwischen an Multipler Sklerose erkrankten Patienten und gesunden Testpersonen feststellbar ist. Ebenso soll das Wesen der kognitiven Defizite diskutiert und mit bereits erschienenen wissenschaftlichen Arbeiten verglichen werden. Zu diesem Zweck werden in die vorliegende Studie insgesamt 156 Probanden eingeschlossen. Diese unterteilen sich in 61 Multiple Sklerose-Patienten (MS-Patienten) und 95 Kontrollpersonen. Bezüglich der Alterszusammensetzung können beide Kohorten als vergleichbar identifiziert werden. Selbiges gilt für die erreichten Bildungsniveaus und die Geschlechterverteilung. Bei der Geschlechterzusammensetzung kann das in der Kohorte der MS-Patienten epidemiologisch vorhergesagte Übergewicht des weiblichen Geschlechts gegenüber dem männlichen Geschlecht von etwa 2:1 abgebildet werden. Die eingeschlossenen Probanden werden an zwei Testzeitpunkten im Abstand von ein bis drei Wochen untersucht und die Ergebnisse mithilfe des Perason Correlation Coeffizient (PCC) verglichen. Es lässt sich sowohl für die Kontrollkohorte, als auch für die Kohorte der MS-Patienten, eine stets mindestens gute Korrelation feststellen, was als Indikator für eine gute Test-Retestreliabilität gesehen werden kann. In der vorliegenden Testpopulation kann anhand der festgelegten Kriterien bei 13 MS-Patienten, das entspricht einem relativen Anteil von 21%, eine kognitive Beeinträchtigungen festgestellt werden. Für alle drei Untertests können statistische Unterschiede zwischen MS-Patienten und der Kontrollgruppe nachgewiesen werden. Mit Ausnahme der Baselinetestung des VLMT zeigt sich stets ein hoch signifikant besseres Abschneiden der Kontrollgruppe im Vergleich zur Kohorte der MS-Patienten. Es kann somit postuliert werden, dass bereits die vom BICAMS-Protokoll vorgeschlagenen gekürzten Testversionen sensibel für die im Laufe der MS-Erkrankung auftretenden kognitiven Defizite sind. Insgesamt scheint der SDMT am sensibelsten für die im Krankheitsverlauf auftretenden kognitiven Defizite zu sein. Somit kann angenommen werden, dass von den hier untersuchten kognitiven Qualitäten die vom SDMT hauptsächlich verwertete Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit im Laufe der Erkrankung am stärksten beeinträchtigt wird. Im Vergleich mit bereits erschienen internationalen Publikationen und dem aktuellen Wissenschaftsstand im Hinblick auf kognitive Defizite bei MS-Erkrankten, können bereits mit einer auf das wesentliche reduzierten Testbatterie übereinstimmende Ergebnisse erzielt werden. Das Wesen der auftretenden Defizite kann bereits in der hier untersuchten Kurztestbatterie in wesentlichen Grundzügen abgebildet werden. Bei besonderer Betrachtung des SDMT kann im Vergleich mit bisher erschienenen Publikationen im mitteleuropäischen Raum kein wesentlicher Unterschied zwischen der hier untersuchten schriftlichen Bearbeitungsform und der von der BICAMS-Initiative geforderten mündlichen Bearbeitungsform im Hinblick auf die Diskrimination pathologischer Ergebnisse festgestellt werden. Bei der Durchführung der Studie durch den Autor kann weiterhin festgestellt werden, dass die benötigten Materialien, wie von der BICAMS-Initiative propagiert, leicht verfügbar sind. Der vorgegebene zeitliche Rahmen von 15 Minuten zur Testerhebung kann größtenteils realisiert werden. Die angewendeten Tests können von sämtlichen eingeschlossenen Probanden leicht verstanden werden. Die Auswertung gelingt einfach und zügig.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
KeywordBVMT-Rdc.subject
KeywordVLMTdc.subject
KeywordSDMTdc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHMultiple sclerosisdc.subject.mesh
MeSHCognition disordersdc.subject.mesh
MeSHNeuropsychological testsdc.subject.mesh
TitleAnwendung einer auf der BICAMS-Testbatterie basierenden neuropsychologischen Kurztestserie bei Multiple Sklerose Patienten im Vergleich mit gesunden Kontrollpersonendc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2019-07-12dcterms.dateAccepted
RefereeSchreiber, Herbertdc.contributor.referee
RefereeNaraghi, Ramindc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-16773dc.identifier.doi
PPN1670435423dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-16830-8dc.identifier.urn
GNDNeuropsychologiedc.subject.gnd
GNDMultiple Sklerosedc.subject.gnd
GNDKognitive Störungdc.subject.gnd
GNDNeuropsychologischer Testdc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionMuskelzentrum Ulmuulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category
Bibliographyuulmuulm.bibliographie


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