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AuthorKoch, Franziskadc.contributor.author
Date of accession2019-07-15T13:37:57Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2019-07-15T13:37:57Zdc.date.available
Year of creation2018dc.date.created
Date of first publication2019-07-15dc.date.issued
AbstractDa die Demenz vom Alzheimer Typ eine der häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen mit steigender sozioökonomischer Bedeutung darstellt, ist es von Relevanz, mögliche Präventionsmaßnahmen zu finden. Ein besseres Verständnis von Risikofaktoren kann dies ermöglichen. Neben den Risikofaktoren Alter, Bildung und APOE Polymorphismus gibt es Hinweise aus epidemiologischen und interventionellen Studien, dass Mangelernährung und der Vitaminstoffwechsel eine wichtige Rolle in der Pathogenese der Demenz vom Alzheimer Typ zu spielen scheinen. Darüber hinaus existieren die Liquormarker Amyloid beta und Tau, die ein frühes Stadium der Erkrankung detektieren und ferner eine der am besten verstandenen und beschriebenen Marker in Assoziation mit der Pathophysiologie der Alzheimer Demenz sind. Ziel der Dissertation, ist es, einen möglichen Zusammenhang zwischen den Vitaminstatus von Vitamin B1, B6, B12, Folsäure und auch Vitamin D und der kognitiven Funktion bei Patienten aus der Gedächtnissprechstunde der Neurologischen Universitätsklinik Ulm festzustellen. Es erfolgte eine retrospektive Datenanalyse aus der Routinediagnostik von 462 Patienten, die sich zwischen 2009 und 2015 erstmalig in der Gedächtnisambulanz der Neurologischen Universitätsklinik Ulm vorgestellt haben. Bei etwa der Hälfte (49,1%) dieser Patienten erfolgte im Rahmen der routinemäßigen Diagnostik eine Liquorpunktion zur Bestimmung der Biomarker Amyloid ß (1-42) und Tau-Gesamt. Die Auswertung der erhobenen Daten wurde mithilfe der linearen und ordinalen Regressionsanalyse durchgeführt und beinhaltet die Zielgrößen „Kognition“, „Liquormarker“ und „Diagnosen“. Dabei setzt sich die Zielgröße „Kognition“ aus den Untertests der Testbatterie CERAD zusammen, die Gegenstand der klinischen Routinediagnostik zur Abklärung kognitiver Störungen sind. Es erfolgte zunächst die Bildung eines globalen Kognitionsscores. Anschließend wurde der Parameter Kognition zusätzlich durch vier kognitive Domänen, die unter Verwendung einer Faktorenanalyse aus den Einzeltests der CERAD gebildet wurden, erfasst. Es ergaben sich folgende kognitive Domänen: episodisches Gedächtnis, exekutive Funktion/Speed, visuoräumliche Fähigkeit und Sprache. Darüber hinaus werden die Zusammenhänge zwischen den Vitaminen bzw. deren Stoffwechselparametern und den Liquormarkern Amyloid beta(1-42), Tau-Gesamt und den Diagnosegruppen subjektive Gedächtnisstörung, Mild Cognitive Impairment und Alzheimer Demenz analysiert. Um unterschiedliche Konzentrationsbereiche der Vitamine und ihrer Marker zu untersuchen, wurden diese als stetig, als Quartil und/oder als klinische Cut-Off-Werte bzw. Labornormbereiche analysiert. Die Analysen wurden für Alter, Geschlecht, Bildung, APOE Polymorphismus sowie Nierenfunktion kontrolliert. Nach kompletter Adjustierung ergaben sich folgende statistisch signifikante (p≤0,05) Assoziationen: Vitamin D war mit der Tau-Konzentration signifikant assoziiert. Die stetig analysierte Vitamin B1-Konzentration zeigte sich signifikant assoziiert mit der globalen Kognitionsleistung und dem episodischen Gedächtnis. Zusätzlich zeigte sich in Analysen das 4.Quartill mit der globalen Kognition und allen vier Domäne, ebenso wie mit den Diagnosegruppen signifikant assoziiert. Die stetig analysierte Thiaminpyrophosphat-Konzentration, als Marker des Vitamin B1-Status, war signifikant assoziiert mit der globalen Kognitionsleistung und der exekutiven Funktion/Speed. Diese Zusammenhänge wurden durch Analysen mit Quartilen bestätigt. Zwischen dem Erythrozytäre Transketolase Aktivität-Status und, sowohl der kognitiven Leistung, als auch den Liquormarkern und den Diagnosegruppen wurden keine signifikanten Assoziationen nachgewiesen. Beim globalen Marker des Vitamin B12-, Folsäure- und B6-Status, totales Homocystein fanden sich bei der stetig analysierten Konzentration signifikante Assoziationen zur globalen Kognitionsleistung und zur exekutiven Funktion/Speed. Diese Zusammenhänge zeigten sich weiterhin in Analysen mit dem 4.Quartil. Die stetig analysierte Vitamin B6-Konzentration war signifikant assoziiert mit der globalen Kognitionsfähigkeit und der Leistung in allen vier kognitiven Domänen. Darüber hinaus zeigten sich signifikante Zusammenhänge des 4.Quartils mit der globalen Kognition, dem episodischen Gedächtnis und der Sprache. Als Marker des aktiven Vitamin B12 war Holotranscobalamin als stetig analysierte Konzentration signifikant mit dem episodischen Gedächtnis assoziiert. Dieser Zusammenhang zeigte sich weiterhin in Analysen mit dem 4.Quartil. Methylmalonsäure, als Marker des intrazellulären Vitamin B12-Status, zeigte als stetig analysierte Konzentration eine signifikante Assoziation mit dem episodischen Gedächtnis. Des Weiteren, war das 4.Quartil mit der globalen Kognition, dem episodischen Gedächtnis und der visuoräumlichen Fähigkeit signifikant assoziiert. Es ergaben sich keine signifikanten Assoziationen zwischen dem Folsäure-Status und der Kognition, den beiden Liquormarkern oder den Diagnosegruppen. Des Weiteren waren die Assoziationen von Vitamin B1, Thiaminpyrophpsphat, totales Homocystein und Vitamin B6 über den gesamten Normbereich präsent sind, sodass die gegenwärtigen Cut-Off-Werte für diese Parameter in Bezug auf die Kognition eine untergeordnete Rolle spielen könnten. Dagegen sind die klinischen Cut-Off-Werte für Vitamin B12 in diesem Kontext von höherer Relevanz, da diese besser mit der kognitiven Funktion in Verbindung gebracht werden konnten, als die Konzentrationen, die als Quartil oder stetige Variablen analysiert wurden. Die Ergebnisse dieses Dissertation weisen darauf hin, dass Vitamin B1, B6 und B12 mit der kognitiven Leistung und dem Risiko einer Alzheimer Demenz bei älteren Erwachsenen assoziiert sind, und dass Vitamin D und B12 mit den Biomarkern im Liquor zusammenhängen. Aufgrund der einmaligen Statuserhebung sollten die Ergebnisse dieser Dissertation in weiteren prospektiven, longitudinalen Studien mit großer Fallzahl verifiziert werden, und bei Bestätigung der Assoziationen sollte der Kausalitätsnachweis in randomisierten Studien erfolgen.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandarddc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v3dc.rights.uri
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHAlzheimer diseasedc.subject.mesh
MeSHAlzheimer disease; Prevention and controldc.subject.mesh
MeSHDementiadc.subject.mesh
MeSHCognitiondc.subject.mesh
MeSHBiomarkersdc.subject.mesh
MeSHVitaminsdc.subject.mesh
TitleEvaluation der Zusammenhänge von unterschiedlichen Parametern des Vitaminstoffwechsels und der kognitiven Leistung bei Patienten der Gedächtnisambulanz an der Neurologischen Universitätsklinik Ulmdc.title
Resource typeDissertationdc.type
Date of acceptance2019-06-28dcterms.dateAccepted
RefereeArnim, Christine vondc.contributor.referee
RefereeNagel, Gabrieledc.contributor.referee
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-16284dc.identifier.doi
PPN1669237931dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-16341-2dc.identifier.urn
GNDAlzheimerkrankheitdc.subject.gnd
GNDDemenzdc.subject.gnd
GNDKognitiondc.subject.gnd
GNDBiomarkerdc.subject.gnd
GNDVitamin-D-Gruppedc.subject.gnd
GNDVitamin B12dc.subject.gnd
GNDVitamin B1dc.subject.gnd
GNDFolsäuredc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
InstitutionUKU. Klinik für Neurologieuulm.affiliationSpecific
InstitutionInstitut für Epidemiologie und Medizinische Biometrieuulm.affiliationSpecific
Grantor of degreeMedizinische Fakultätuulm.thesisGrantor
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
CategoryPublikationenuulm.category


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