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AuthorDuba, Wolfgangdc.contributor.author
Date of accession2016-03-14T15:22:53Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2016-03-14T15:22:53Zdc.date.available
Year of creation2007dc.date.created
AbstractEine hilfreiche therapeutische Arbeitsbeziehung gilt nach derzeitiger Forschungslage als einer der wesentlichen Prädiktoren für Therapieerfolg in ambulanten Psychotherapien. Im stationären Bereich, in dem eine Vielzahl von Behandlern wie z.B. Einzel- und Gruppentherapeuten, Spezialtherapeuten, Schwestern und Pfleger ein komplexes Bezugssystem für einen Patienten bilden, stellen systematische Untersuchungen der therapeutischen Beziehung auch heute noch eher den Ausnahmefall dar. Zur Klärung widersprüchlicher Befunde wurden in der vorliegenden Studie 48 Patientinnen und Patienten im Hinblick auf das Zustandekommen und den Verlauf einer hilfreichen Beziehung (gemessen mit der deutschen Version des von Luborsky et al. entwickelten "Helping Alliance Questionnaire") bzw. deren Auswirkung auf den Therapieerfolg in einer stationären Behandlung untersucht. Die Hypothese, dass eine hilfreiche Beziehung positiv mit Therapieerfolg, gemessen mit der Symptom Check Liste (SCL-90-R), dem Giessener Beschwerdebogen (GBB) und dem Beeinträchtigungsschwerescore (BSS) korreliert, konnte nur eingeschränkt belegt werden. Eine signifikante Korrelation zwischen der therapeutischen Beziehung und den Outcome-Maßen fand sich nicht zu Beginn, jedoch zu späteren Zeitpunkten der Behandlung (z.B. nach 4 bzw. 8 oder 12 Wochen). Unseres Erachtens dürfte dies bedeuten, dass das Herstellen einer hilfreichen Arbeitsbeziehung im stationären Setting mehr Zeit in Anspruch nimmt als in ambulanten Psychotherapien. Im Grundsatz ist sie jedoch auch hier mit dem Behandlungserfolg positiv korreliert. Die auf genau diesen Sachverhalt abzielende Hypothese, dass sich bei einer größeren Zahl von Patienten eine hilfreiche Beziehung erst im Verlauf etablieren würde, im Sinne zunehmend höherer Werte im Verlauf der Messzeitpunkte T1 bis T8, konnte hochsignifikant bestätigt werden. Für eine Untergruppe von insgesamt 14 Patienten traf diese Hypothese jedoch nicht zu, ein Ergebnis, das näherer Betrachtung wert ist. Hieraus könnten sich eventuell Konsequenzen für das therapeutische Vorgehen gerade in kritischen Fällen ergeben. Der von uns vermutete Unterschied zwischen verschiedenen Diagnosegruppen (Patienten mit der Diagnose "Persönlichkeitsstörung" versus Patienten ohne diese Diagnose) im Hinblick auf das Zustandekommen und Erleben einer hilfreichen Arbeitsbeziehung konnte nicht bestätigt werden. Auch der von uns vorhergesagte Zusammenhang zwischen höherer "Emotionalität" der nach der Behandlung verfassten Epikrisen (gemessen bzw. operationalisiert durch die computerunterstützte Erfassung von Emotionswörtern im Abschnitt "Therapie und Verlauf" dieser Epikrisen mittels des Affektiven Diktionär Ulm, ADU) und einer als gut eingeschätzten hilfreichen Beziehung konnte nicht bestätigt werden. Im Gegenteil: Es fanden sich mehr negative Objektemotionen der Kategorien "Furcht" oder "Zorn" gerade bei therapeutischen Dyaden, in denen der Patient ein geringeres Ausmaß an hilfreicher Beziehung erlebt hatte. Der von uns vermutete und in dieser Studie hauptsächlich untersuchte Zusammenhang zwischen dem Zustandekommen einer hilfreichen Beziehung einerseits, Therapieerfolg im stationären Setting andererseits wird also durch unsere Ergebnisse mit den oben genannten Einschränkungen gestützt..dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandard (Fassung vom 01.10.2008)dc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v2dc.rights.uri
KeywordHelping Alliance Questionnairedc.subject
KeywordHelping Alliancedc.subject
KeywordHilfreiche Beziehungdc.subject
KeywordOutcome Prädiktorendc.subject
KeywordStationäre Prädiktorendc.subject
KeywordStationäre Psychotherapiedc.subject
KeywordStationärer Psychotherapieerfolgdc.subject
KeywordTherapie-Outcomedc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHPhysician-patient relationsdc.subject.mesh
TitleHelping Alliance als Prädiktor für Therapie-Outcome in stationärer Psychotherapiedc.title
Resource typeDissertationdc.type
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-1548dc.identifier.doi
PPN590376373dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-vts-66582dc.identifier.urn
GNDKlinische Psychotherapiedc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
Date of activation2009-01-15T12:15:16Zuulm.freischaltungVTS
Peer reviewneinuulm.peerReview
Shelfmark print versionZ: J-H 13.196; W: W-H 11.641uulm.shelfmark
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
VTS-ID6658uulm.vtsID
CategoryPublikationenuulm.category
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


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