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AuthorLechner, Raimunddc.contributor.author
Date of accession2016-03-14T15:22:47Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2016-03-14T15:22:47Zdc.date.available
Year of creation2008dc.date.created
AbstractEin häufiges Verletzungsmuster bei Polytraumatisierten ist eine Kombination eines stumpfen Thoraxtraumas und Verletzungen der Extremitäten mit Frakturen und begleitenden Weichteilschäden. Die einzelnen Verletzungen bei Mehrfachverletzten beeinflussen und verstärken sich gegenseitig und können über eine systemische inflammatorische Reaktion in einem Multiorganversagen münden, welches wesentlichen Einfluss auf die Überlebensprognose hat. Um Behandlungskonzepte für solche Patienten entwickeln zu können, ist ein Verständnis dieser Wechselwirkungen erforderlich. Um die Wechselwirkungen dieser Verletzungskombination zu untersuchen, wurde ein Tierversuch mit drei Traumagruppen durchgeführt. Der Gruppe A wurde eine Unterschenkelfraktur, der Gruppe B eine Fraktur und ein stumpfes Thoraxtrauma und der Gruppe C eine Fraktur, ein Thoraxtrauma und ein Weichteilschaden zugeführt. Dabei wurden die Interleukin-6- und Tumor-Nekrose-Faktor-a-Konzentration im Serum, immunhistochemisch die Cyclooxygenase-2-Konzentration (COX-2) im frakturnahen Gewebe, die biomechanische Stabilität und mikrocomputertomographisch das knöcherne Kallusvolumen bestimmt. Die biomechanische Drei-Punkt-Biegung ergab eine geringere mechanische Festigkeit und die Mikrocomputertomographie ein reduziertes knöchernes Kallusvolumen nach einem zugeführten Thoraxtrauma. Durch das Thoraxtrauma kam es zu einer erhöhten lokalen COX-2-Expression in der Frakturumgebung, die möglicherweise über Osteoklastenstimulation und Osteoblasten- und Chondrozyten-Hemmung die Frakturheilung beeinflusst. Die gemessene schlechtere Heilung ist also vermutlich durch komplexe multifaktorielle Mechanismen bedingt. Ein zusätzlicher Weichteilschaden beeinträchtigt die Frakturheilung zusätzlich negativ, was die signifikant reduzierte biomechanische Stabilität und ein geringeres Kallusvolumen zeigen. Bei dieser Traumakombination konnte ein deutlich erhöhter Interleukin-6-Serumwert nach 24 Stunden gemessen werden, was auf die Entwicklung einer systemischen Inflammation hinweist. Hinzu kommt eine überschießende COX-2-Expression im frakturnahen Gewebe. Über diese systemischen Zytokin- und lokalen Prostaglandin-Erhöhungen wären eine Osteoklasten-Stimulation bzw. Osteoblasten- und Chondrozyten-Hemmung möglich und damit die schlechtere Frakturheilung erklärbar.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandard (Fassung vom 01.10.2008)dc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v2dc.rights.uri
KeywordFrakturdc.subject
KeywordThoraxtraumadc.subject
KeywordWeichteilschadendc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHCyclooxygenase 2dc.subject.mesh
MeSHFracture healingdc.subject.mesh
TitleBiomechanische, radiologische und immunhistochemische Untersuchung der Frakturheilung an der Rattentibia in Abhängigkeit eines stumpfen Thoraxtraumas und eines Weichteilschadensdc.title
Resource typeDissertationdc.type
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-1533dc.identifier.doi
PPN591154889dc.identifier.ppn
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-vts-66368dc.identifier.urn
GNDBiomechanikdc.subject.gnd
GNDMikrocomputertomographiedc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
Date of activation2008-12-29T21:40:06Zuulm.freischaltungVTS
Peer reviewneinuulm.peerReview
Shelfmark print versionZ: J-H 13.134; W: W-H 11.580uulm.shelfmark
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
VTS ID6636uulm.vtsID
CategoryPublikationenuulm.category
Bibliographyuulmuulm.bibliographie


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