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AuthorFrohmajer, Alexanderdc.contributor.author
Date of accession2016-03-14T11:54:43Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2016-03-14T11:54:43Zdc.date.available
Year of creation1999dc.date.created
AbstractEs werden derzeit für Genotypisierungen häufig PCR-gestützte Techniken herangezogen, die kurze, sogenannte diagnostische Sequenzen eines Gens nachweisen. Aufgrund seiner großen klinischen Bedeutung werden derartige Techniken, insbesondere in der Pränataldiagnostik, auch für den Nachweis des RHD-Gens zur Bestimmung des Phänotyps eingesetzt. Ein großes Problem bei RHD-Genotypisierungen stellen nicht-funktionale Allele des RHD-Gens dar, die von gängigen PCR-Verfahren nicht erkannt werden und somit deren Spezifität begrenzen. Es existieren derzeit keine populationsbezogenen Angaben zur Häufigkeit solcher nicht-funktionaler Allele, ebenso ist über deren molekulare Ursachen nur wenig bekannt. In der vorliegenden Arbeit wurden unter 1.039 serologisch RhD-negativ bestimmten Blutspenden aus Baden-Württemberg mit Hilfe von PCR-SSP-Technik nicht-funktionale Allele des RHD-Gens sowie Varianten mit stark reduzierter Antigenexpression (Del) identifiziert. Es erfolgte sowohl eine Analyse der molekularen Ursachen mittels SSP-PCR und genomischer Sequenzierung aller zehn Exons des RHD-Gens als auch eine Auswertung zur Angabe der Frequenz dieser Allele für die untersuchte Population. Dies stellt die erste derartige Beschreibung für eine Population anhand zufällig ausgewählter Probanden dar. Elf unterschiedliche nicht-funktionale Allele des RHD-Gens wurden identifiziert, von denen der größte Teil durch RHD-CE-D Hybridgene bedingt ist, bei denen unter anderem der Bereich von Exon 4 bis Exon 7 ausgetauscht ist. Ein Allel, das unter drei Individuen einer Familie gefunden wurde, zeigte keine RHD-spezifischen Banden in Intron 7 und Exon 9, wobei unklar ist, ob ebenfalls ein Hybrid oder eine Deletion in diesem Bereich vorliegt. Desweiteren wurden vier Allele mit Punktmutationen, die bei zweien ein vorzeitiges Stopkodon, bei zweien veränderte Spleißstellen bewirkten, gefunden. Als Ursachen für Del-Varianten konnten einerseits zusätzliche suppressive Effekte eines C sowohl in trans- auf qualitativ als auch in cis-Stellung auf quantitativ verändertes Antigen D beschrieben werden. Andererseits resultierte der Del-Phänotyp bei zwei Allelen aus Punktmutationen, die veränderte Spleißstellen bewirkten. Sämtliche Allele wurden unter RhD-negativen Proben mit vorhandenem Antigen C und/oder E gefunden. Hierbei war der Haplotyp Cde im Vergleich zu cdE im Verhältnis 6,2:1 Träger von Allelen mit RHD-spezifischen Bereichen. Die Frequenz von nicht-funktionalen Allelen des RHD-Gens wurde mit 1:27 in einer maximalen Abschätzung unter RhD-negativen Individuen mit vorhandenem Antigen C und/oder E bestimmt. Für Del-Phänotypen wurde eine Frequenz von 1:48 unter diesen RhD-negativen Proben bestimmt. Nicht-funktionale Allele des RHD-Gens sind in erster Linie durch RHD-CE-D Hybridgene bedingt. Daneben findet man zu einem weitaus geringeren Teil auch Punktmutationen, die zu einem vorzeitigen Stopkodon oder veränderten Spleiß-stellen geführt haben. Del-Varianten sind auch unter RhD-negativen Blutspendern aus Süddeutschland in gewissem Umfang zu finden und konnten auf unterschiedliche Ursachen zurückgeführt werden. Insgesamt weist der Haplotyp Cde häufiger Allele mit RHD-spezifischen Sequenzen auf als der Haplotyp cdE. Die von uns entwickelte Intron 4/Exon 7-Multiplex-PCR ist geeignet, durch Hybride bedingte, nicht-funktionale Allele des RHD-Gens als RhD-negativ zu erkennen. Diese Methode weist eine Fehltypisierungsrate von ungefähr einem in 90 RhD-negativen Individuen mit C und/oder E auf. Eine Verminderung dieser Fehltypisierungsrate ließe sich durch zusätzliche Untersuchung von Exon 9, dem eine Bedeutung für die Antigen D-Expression zuzukommen scheint, erreichen.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandard (Fassung vom 03.05.2003)dc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v1dc.rights.uri
KeywordAntigen Ddc.subject
KeywordBlutgruppenbestimmungdc.subject
KeywordGenotypisierungdc.subject
Keywordnicht-funktionale Alleledc.subject
KeywordPhänotypisierungdc.subject
KeywordRHDdc.subject
KeywordRHD-Gendc.subject
KeywordRhesus Ddc.subject
TitleHäufigkeit nicht-funktionaler Allele des RHD-Gens und Ursachen der fehlenden Antigen-Expressiondc.title
Resource typeDissertationdc.type
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-128dc.identifier.doi
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-vts-6049dc.identifier.urn
GNDPolymerase-Kettenreaktiondc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
Date of activation2001-04-27T08:06:56Zuulm.freischaltungVTS
Peer reviewneinuulm.peerReview
Shelfmark print versionZ: J-H 4.809 ; W: W-H 6.753uulm.shelfmark
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
VTS-ID604uulm.vtsID
CategoryPublikationenuulm.category
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


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