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AuthorWagner, Franz F.dc.contributor.author
Date of accession2016-03-14T11:54:42Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2016-03-14T11:54:42Zdc.date.available
Year of creation1999dc.date.created
AbstractEtwa 0,5 % der D-positiven Personen besitzen ein abgeschwächtes Antigen D. Die molekulare Ursache der verminderten Expression des Antigens D war unbekannt. In der vorliegenden Arbeit wurde die molekulare Basis der schwachen Expression des Antigens D in mehr als 250 Proben mit schwachem D aufgeklärt. Zu diesem Zweck wurde ein Sequenzierverfahren entwickelt, das die RHD-spezifische Analyse aller 10 RHD-Exons aus genomischer DNA erlaubte. Für alle 268 zufällig ausgewählten Proben mit schwacher Expression des Antigens D konnte eine normale RhD-Sequenz ausgeschlossen werden. Insgesamt wurden 20 verschiedene RHD-Allele in Proben mit schwacher Expression des Antigens D identifiziert. Zwei dieser Allele entsprachen typischen partial D. Fünfzehn Allele besaßen eine einzelne Punktmutation, die zu einer Aminosäuresubstitution im transmembranären oder intrazellulären Bereich des RhD-Proteins führte. Drei Allele besaßen mehrere, nicht konsekutiv angeordnete Substitutionen von RhD-spezifischen Aminosäuren durch RhCE-spezifische. Aufgrund einer Analyse Haplotyp-spezifischer Polymorphismen in Intron 3 und 6 muß davon ausgegangen werden, daß Allele mit schwacher Expression des Antigens D in den verschiedenen Haplotypen unabhängig voneinander entstanden. Die konstante Beobachtung aberranter kodierender Sequenzen bei schwachem D, der Nachweis einer Haplotyp-spezifischen Evolution und eine überzufällig niedrige Frequenz stummer Mutationen sprechen für eine kausale Beziehung von aberranter Proteinsequenz und schwacher Expression des Antigens D. Unsere Ergebnisse widerlegen die Ansicht, daß bei schwachem D das RhD-Protein rein quantitativ vermindert ist. Wir konnten auf der Basis unserer Daten ein einheitliches Modell zur Beziehung von RHD-Struktur und Antigendichte bei schwachem D und partial D vorschlagen. Unsere Ergebnisse erlauben erstmals eine nahezu vollständige molekulare Beschreibung der in der D-positiven Population zu beobachtenden molekularen Variabilität. In Zukunft kann jede Anti-D-Immunisierung einem molekular definierten RHD-Allel mit bestimmbarer Allelfrequenz zugeordnet werden.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandard (Fassung vom 03.05.2003)dc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v1dc.rights.uri
KeywordPartial Ddc.subject
KeywordRH Blutgruppedc.subject
KeywordWeak Ddc.subject
TitleDie molekulare Basis der RH-Haplotypen mit schwacher Expression des Antigens Ddc.title
Resource typeHabilitationsschriftdc.type
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-124dc.identifier.doi
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-vts-5843dc.identifier.urn
GNDBlutgruppedc.subject.gnd
GNDPhylogeniedc.subject.gnd
GNDPolymerase-Kettenreaktiondc.subject.gnd
GNDRhesusfaktordc.subject.gnd
GNDSequenzanalyse <Chemie>dc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
Date of activation2001-03-05T13:32:03Zuulm.freischaltungVTS
Peer reviewneinuulm.peerReview
Shelfmark print versionJ: J-H 4.284 ; W: W-H 6.096uulm.shelfmark
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
VTS-ID584uulm.vtsID
CategoryPublikationenuulm.category
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


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