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AuthorKnab, Kerstindc.contributor.author
Date of accession2016-03-14T15:22:27Zdc.date.accessioned
Available in OPARU since2016-03-14T15:22:27Zdc.date.available
Year of creation2007dc.date.created
AbstractDie teilstationäre Therapie gewinnt zunehmend Bedeutung in der psychosomatischen Medizin. Experten schätzen an dieser Behandlungsform vor allem die Möglichkeit, die Patienten in ihrem gewohnten, in vielen Fällen problemauslösenden Umfeld zu belassen und gleichzeitig eine intensive Therapie durchführen zu können. Bislang wurde allerdings noch nicht untersucht, was aus Sicht der Patienten die wichtigsten Wirkfaktoren der teilstationären Therapie darstellen. Ziel unserer Studie war es, in einem Gemeinschaftsprojekt diese Wirkfaktoren aus der Sicht tagesklinischer Patienten zu ermitteln und einen Vergleich zu den Angaben von Patienten einer vollstationären Klinik zu erstellen. Hierzu wurden insgesamt 25 Patienten der psychosomatischen Tagesklinik der Universität Ulm sowie 24 Patienten der Sinova-Klinik in Bad Schussenried interviewt. Zur Auswertung der Interviews wurde induktiv ein Kategoriensystem erstellt und eine computergestützte qualitative Inhaltsanalyse mit Hilfe des PC-Programms Atlas.ti durchgeführt. Für die Patienten der Tagesklinik war die Therapie ein entscheidender Wirkfaktor - vor allem die neu erworbenen Fertigkeiten und die Gruppentherapie wurden häufig benannt. Ebenfalls positiv betonten viele der Befragten, dass das teilstationäre Zeitkonzept die Konfrontation mit alltäglichen Problemen ermöglicht und die therapiefreien Abende und Wochenenden zur Übung von Erlerntem genutzt werden konnten. Die Bewältigung der therapiefreien Zeit wurde häufig thematisiert und oftmals hatten die Patienten bereits neue Strategien hierzu entwickelt. Die krankenhaus-untypische Atmosphäre der Ulmer Tagesklinik empfanden die Patienten überwiegend positiv, ebenso das teilstationäre Zeitkonzept sowie den geregelten Tagesablauf. Die Therapiepausen wurden hingegen überwiegend negativ bewertet. Für beide Patientengruppen war die Therapie der bedeutendste Faktor, allerdings wurde im vollstationären Sektor die Beziehung zum Team und den Einzeltherapeuten mehr thematisiert. Ebenso wurden die Gruppendynamik, die räumliche Situation, vor allem im Doppelzimmer, und die Regeln der Klinik deutlich häufiger als im teilstationären Sektor erwähnt. Geborgenheit und Sicherheit sowie eine Gesamtzufriedenheit mit der Therapie konnten beide Behandlungsformen vermitteln, was darauf hinweist, dass die Entscheidung für eine teil- oder vollstationäre Klinik individuell getroffen werden muss. Die Patienten sollten bei einer teilstationären Therapie über ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Reflexionsvermögen sowie eine gewisse Frustrationstoleranz verfügen; ebenso erschien uns die Einbettung in ein soziales Umfeld als bedeutender Faktor. Bei besonderer Erkrankungsschwere, geringer Frustrationstoleranz und fehlenden sozialen Kontakten ist dagegen eher eine vollstationäre Therapie empfehlenswert.dc.description.abstract
Languagededc.language.iso
PublisherUniversität Ulmdc.publisher
LicenseStandard (Fassung vom 03.05.2003)dc.rights
Link to license texthttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/license_v1dc.rights.uri
KeywordWirkfaktorendc.subject
Dewey Decimal GroupDDC 610 / Medicine & healthdc.subject.ddc
MeSHPsychosomatic medicinedc.subject.mesh
TitleSpezifische Wirkfaktoren tagesklinischer psychosomatischer Behandlung - eine qualitative Inhaltsanalysedc.title
Resource typeDissertationdc.type
DOIhttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-1462dc.identifier.doi
URNhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-vts-64852dc.identifier.urn
GNDKlinische Psychotherapiedc.subject.gnd
GNDPsychosomatische Klinikdc.subject.gnd
GNDQualitative Inhaltsanalysedc.subject.gnd
FacultyMedizinische Fakultätuulm.affiliationGeneral
Date of activation2008-07-22T10:41:10Zuulm.freischaltungVTS
Peer reviewneinuulm.peerReview
Shelfmark print versionZ: J-H 11.998; W: W-H 11.481uulm.shelfmark
DCMI TypeTextuulm.typeDCMI
VTS-ID6485uulm.vtsID
CategoryPublikationenuulm.category
University Bibliographyjauulm.unibibliographie


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