Vorhersagegenauigkeit der MRT für das Vorliegen eines Prostatakarzinoms in der Stanzbiopsie am Bundeswehrkrankenhaus Ulm
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Date
2025-03-04
Authors
Haas, Simon
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Abstract
Ziele der Arbeit:
Die MRT nimmt in der Diagnostik des Prostatakarzinoms eine immer wichtigere Rolle ein. Ziel der Arbeit war es, die Vorhersagegenauigkeit der MRT für das Vorliegen eines klinisch signifikanten Prostatakarzinoms am Bundeswehrkrankenhaus Ulm zu ermitteln. Von 42 Patienten mit 59 Läsionen wurden zusätzlich die unabhängig in einer externen Praxis angefertigten MRT-Befunde mit den internen MRT-Befunden verglichen. Zudem wurden ADC-Ratios mit dem standardmäßig verwendeten mittleren ADC-Wert verglichen.
Methoden:
179 Patienten mit insgesamt 252 Läsionen, die sowohl MRT als auch MRT-fusionierte Stanzbiopsie am Bundeswehrkrankenhaus Ulm zwischen 2018 und 2021 erhielten, wurden in die Studie eingeschlossen. Es wurden Sensitivität und Spezifität für die Vorhersagegenauigkeit, für das Vorliegen eines klinisch signifikanten Karzinoms, der MRT für einen PI-RADS Cut-off von 3 und 4 ermittelt. Zusätzlich wurden die Befunde einer externen Praxis von 42 Patienten mit insgesamt 59 Läsionen mit den Befunden der intern durchgeführten MRT verglichen. Um ADC-Ratios mit dem mittleren ADC-Wert zu vergleichen, wurde bei 73 Patienten, mit nur einer Prostataläsion, ADC-Ratios mit dem minimalen ADC-Wert der Läsion und dem maximalen ADC-Wert der kontralateralen Seite, der peripheren Zone oder des M. obturatorius internus gebildet.
Ergebnisse/Schlussfolgerung:
Die MRT zeigte sich mit einer Sensitivität von 100% bei einem Cut-off von PI-RADS 3 und 96% bei einem Cut-off von PI-RADS 4 extrem sensitiv. Die Spezifität zeigte jedoch Schwächen mit 17% bei einem Cut-off von 3 und 51% bei einem Cut-off von 4. Im klinischen Alltag arbeitet die MRT hier möglicherweise mit höherer Sensitivität, aber geringerer Spezifität, als frühere Studien es erwarten lassen.
Im Vergleich mit einer externen Praxis unterschieden sich 34% der vergebenen PI-RADS-Scores. Bei 29% waren die Unterschiede so groß, dass es potentiell diagnostische Relevanz hätte. Hier muss in Betracht gezogen werden, ob die Inter-Rater-Reliability im klinischen Alltag schlechter ist, als erwartet.
Alle verwendeten ADC-Ratios, wie auch der minimale ADC-Wert der Läsion, hatten in dieser Studie eine bessere Korrelation mit dem Gleason Score, als der standardmäßig verwendete mittlere ADC-Wert der Läsion. Eine weitere Beschäftigung mit ADC-Ratios erscheint hier sinnvoll.
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Faculties
Medizinische Fakultät
Citation
DFG Project uulm
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CC BY 4.0 International
