Atemwegstrategien während der kardiopulmonalen Reanimation und ihre Auswirkungen auf das neurologische Ergebnis- eine Studie am Deutschen Reanimationsregister

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2024-09-12

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Behrens, Niels-Henning

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Diese retrospektive Matched Pair-Analyse am Deutschen Reanimationsregister schloss 40247 außerklinische Reanimationspatienten ein. Die Atemwegstrategien „nur endotracheale Intubation“ (ITN), „nur Larynxtubus“ (LT) und „zunächst Anwendung des LT mit Umintubation auf einen Endotrachealtubus durch den Notarzt“ (LTEX) wurden in drei paarweise risikoadjustierten Gruppenvergleichen untersucht. Die Endpunkte lauteten „jemals return of spontaneous circulation (ROSC)“ „ROSC bei Klinikaufnahme“, „24 Stunden überlebt“, „Lebend entlassen“, „Entlassung mit gutem neurologischem Outcome“ und „Entlassung mit schlechtem neurologischem Outcome“. Für den Vergleich ITN vs. LT wurden 7421 Paare (entspricht 14842 Patienten) gefunden, der Vergleich LT vs. LTEX wurde an 3265 Paaren (6530 Patienten) durchgeführt, in der Betrachtung ITN vs. LTEX wurden 3538 Paare (7076 Patienten) eingeschlossen. Es konnte gezeigt werden, dass die ITN der LT-Anwendung in allen Endpunkten überlegen ist. Dies gilt besonders für das optimale Behandlungsergebnis „Entlassung mit gutem neurologischem Outcome“- 6,9% vs. 4,8 %. LTEX erwies sich gegenüber der alleinigen LT-Anwendung zumindest bis zur Entlassung als zu bevorzugen (11,8% vs. 9,8%), nicht aber im neurologischen Ergebnis. Ebenfalls konnten für LTEX höhere primäre ROSC-Raten gegenüber der Maske-Beutel-Beatmung und anschließender ITN gezeigt werden (55,9% vs. 51,9%). Die vorliegenden Registerdaten aus dem notarztbesetzten deutschen Rettungsdienstsystem sprechen dafür, dass die ITN des Reanimationspatienten die optimale Atemwegstrategie in Bezug auf intaktes neurologisches Überleben darstellt. Limitationen sind im methodischen retrospektiven Design zu sehen. Die vollständige Elimination von Risiko-Ungleichgewichtungen in den Vergleichsgruppen ist nicht absolut sichergestellt, damit ist unaufgedeckter Bias möglich. Zudem kann keine Aussage über die Ursachen des beobachteten statistischen Zusammenhanges gemacht werden.

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