Blockchain-Technologie : Analyse ausgewählter Anwendungsfälle und Bewertung rechtlicher Aspekte

dc.contributor.authorRasinski, Anna
dc.contributor.editorAnzinger, Heribert M.
dc.contributor.refereeAnzinger, Heribert M.
dc.contributor.refereeKargl, Frank
dc.date.accessioned2018-06-07T12:23:30Z
dc.date.available2018-06-07T12:23:30Z
dc.date.created2017de
dc.date.issued2018-06-07de
dc.description.abstractDie anhaltenden Kursanstiege bei Bitcoins und vermehrten Rufen nach staatlicher Regulierung der Kryptowährungen rücken wieder die Blockchain als zugrundeliegende Technologie und ihr Potenzial in den Fokus der Öffentlichkeit. Zu klären ist dabei jedoch, welche Anwendungsmöglichkeiten für Wirtschaft und Gesellschaft über die Nutzung für Kryptowährungen hinaus bestehen. Mögliche Anwendungsfelder wiederum sind an die spezifische Ausgestaltung der Blockchain geknüpft, sodass ein genaues Verständnis der technischen Vari- anten und ihrer Auswirkungen auf das jeweilige Geschäftsmodell erforderlich ist. Gleichsam unterliegt die neue Technologie der Einhaltung der bestehenden Gesetzgebung, während sie zugleich eine neuartige, an die Blockchain angepasste Regulierung erforderlich macht. Folglich ist die Analyse möglicher Use Cases sowohl auf die inhärenten technologischen Eigen- schaften der Blockchain auszurichten, als auch auf die bestehenden rechtlichen Herausforderungen auf Seiten des Gesetzgebers und der Anwendung selbst. Bei der Blockchain handelt es sich um ein Buchungsregister, das elektronische Transaktionen dezentral in einem Netzwerk aus Rechnern hinsichtlich ihres Zeitpunktes und ihres Transaktionsinhalts speichert. Dieser Funktionsweise liegt ein Prozess zugrunde, der Transaktionsblöcken einen sogenannten Hash zuordnet und die Erweiterung der Transaktionskette an den Proof-of-Work knüpft. Die wesentlichen Eigenschaften der Blockchain umfassen dabei insbesondere die Fälschungssicherheit sowie die Substitution vertrauensschaffender Intermediäre durch die dezentrale Transaktionsdokumentation. Während die ursprüngliche Blockchain keinerlei Zugangsbeschränkung bezüglich der Teilnahme und den Transaktionsdaten kennt, erfolgen Entwicklungsansätze für die Mehrzahl potentieller Anwendungs- möglichkeiten aufgrund von Datenschutzanforderungen, sensibler Informationen für den Wettbewerb und die zu bewälti- genden Transaktionsmengen im Bereich der zugangsbe- schränkten Blockchains. Aufgrund ihrer Funktionsweise eignet sich die Technologie besonders für Prozesse, in denen die Verarbeitung von Daten im Fokus steht. Dies ist unter anderem im Finanzsektor der Fall, sodass hier mitunter die größten Potentiale bei all jenen Finanztransaktionen vorliegen, deren Anbieter außer der Sicherstellung der korrekten Durchführung keinen weiteren Mehrwert schaffen. Darüberhinaus ermöglicht die Blockchain als Verwaltungs- und Ausführungsplattform entscheidende Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich des Smart Property und der Smart Contracts. In der Umsetzung von vertraglichen und Rechten dient die Blockchain hierbei als automatisierte und manipulationssichere Anwendungsplattform. Als umfassendes Transaktionsregister bietet die Technologie sogar Anwendungsmöglichkeiten für das Tätigkeitsfeld des Wirtschaftsprüfers. Die wesentlichen technischen Hürden für eine flächenweite Umsetzbarkeit der Blockchain liegen derzeit in der begrenzten Skalierbarkeit, der Kompatibilität mit anderen Systemen und Datentypen, der Sicherstellung des Datenschutzes sowie der Ermöglichung von Fehlerberichtigungen. Während die Regulierung der neuen Technologie im Finanzsektor mit seiner traditionell umfangreichen und auf häufige technologische und produktbezogene Neuerungen reagierende Regulierung als eine erfüllbare Aufgabe darstellt, benötigen Smart Property und Smart Contracts eine weitreichendere Diskussion bezüglich der Vereinbarkeit mit geltenden Rechtsgrundsätzen. So stellt sie insbesondere das geltende Verständnis bezüglich des Zustandekommens von Verträgen, deren Ausführung und Interpretation in Frage. Ebenso auf dem Prüfstand steht somit die Gewährung von Besitz und Eigentum über die Blockchain. Weiterhin ist trotz der geringen Bedeutung für den internationalen Zahlungsverkehr der Einsatz Kryptowährungen im Zusammenhang mit öffentlichen Blockchains als Zahlungsmittel und zur Gewährleistung der Funktionsweise hervorzuheben, sodass auch hier ein breiteres rechtliches Verständnis von Zahlungsmitteln erforderlich sein wird.de
dc.identifier.doihttp://dx.doi.org/10.18725/OPARU-6891
dc.identifier.ppn1657237745
dc.identifier.urlhttps://oparu.uni-ulm.de/xmlui/123456789/6948
dc.identifier.urnhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:289-oparu-6948-7
dc.language.isodede
dc.publisherUniversität Ulm
dc.rightsCC BY-NC-ND 4.0 Internationalde
dc.rights.urihttps://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/de
dc.subjectDistributed Ledgerde
dc.subjectSmart Contractde
dc.subjectSmart Propertyde
dc.subject.ddcDDC 330 / Economicsde
dc.subject.gndBlockchainde
dc.subject.lcshBlockchains (Databases)de
dc.subject.lcshTechnology and lawde
dc.titleBlockchain-Technologie : Analyse ausgewählter Anwendungsfälle und Bewertung rechtlicher Aspektede
dc.typeAbschlussarbeit (Master; Diplom)de
dcterms.dateAccepted2017de
uulm.affiliationGeneralFakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaftende
uulm.affiliationSpecificInstitut für Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfungde
uulm.affiliationSpecificInstitut für Verteilte Systemede
uulm.bibliographieuulm
uulm.categoryPublikationen
uulm.dissISSN1868 - 0518de
uulm.dissSeriesUlmEditorAAnzinger, Heribert M.de
uulm.dissSeriesUlmEditorBUniversität Ulm / Institut für Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfungde
uulm.dissSeriesUlmNameAnalysen und Berichte zum Wirtschafts- und Steuerrechtde
uulm.dissSeriesUlmNumber16de
uulm.dissYear2018de
uulm.typeDCMITextde
uulm.updateStatusURNurn_new

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