Unterkieferrekonstruktionen mit patientenspezifischen computerassistiert geplant und gefertigten Titanrekonstruktionsplatten unter gleichzeitiger Anwendung von Operationsschablonen: eine kontrollierte klinische Studie zur Untersuchung der Rekonstruktionsgenauigkeit
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Date
2017-06-26
Authors
Mascha, Frank
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Abstract
Die Standardmethode zur Unterkieferrekonstruktion weist hinsichtlich Genauigkeit, Stabilität und Formgebung der Mandibula in vielen Fällen deutliche Schwächen auf. Deshalb wurde ein Verfahren entwickelt, welches mittels vollständig computerbasierter virtueller Operationsplanung auf Grundlage von radiologischen Bilddaten eine Unterkieferrekonstruktion möglich macht, welche von den Problemen der Standardmethode weitestgehend befreit zu sein scheint (PSMP – Methode für „Patienten-Spezifische-Mandibula-Platte“). Die Übertragung der virtuellen Planung in den Operationssitus erfolgt hierbei durch maschinell gefertigte und damit bereits abschließend vorgeformte Osteosyntheseplatten in Kombination mit ebenfalls maschinell gefertigten Operationsschablonen. Durch diese Schablonen werden die Informationen wie Resektionsgrenzen und Bohrlochpositionen in den Operationssitus übertragen. Die Formgebung der Platte ist hierbei frei wählbar um diese an die späteren prothetischen Bedürfnissen anzupassen und um eine knöcherne Rekonstruktion bereits vorab einzuplanen. Durch die präoperative Planungsarbeit wird die eigentliche Operationszeit verkürzt und der Herstellungsprozess vermeidet Materialschwächungen des Werkstoffes, wie sie durch Biegestress bei der Standardmethode entstehen können. Die Genauigkeit dieser vielversprechenden Rekonstruktionsmethode sollte in der vorliegenden Arbeit quantifiziert und mit der Standardmethode verglichen werden. Dieser Vergleich ist bei der Gesamtbewertung der PSMP-Methode von Bedeutung, da diese bei allen genannten Vorteilen auch mit einem sehr hohen Planungs- und Kostenaufwand verbunden ist.
Hierzu wurden 42 Patientenfälle mit Unterkieferteilresektion über einen Zeitraum von elf Jahren untersucht. Die Gruppen wurden in Standardmethode als Kontrollgruppe (n = 24) und PSMP-Methode (n = 18) unterteilt. Anhand von prä- und postoperativen Computertomogrammen wurden die Distanzen zwischen sechs korrespondierenden anatomischen Landmarken im Bereich des linken und rechten aufsteigenden Unterkieferastes vermessen. Durch die Bestimmung der prä- und postoperativen Differenz dieser Strecken konnte ein Maß für die Rekonstruktionsgenauigkeit der jeweiligen Operationsmethode berechnet und ein statistischer Vergleich gezogen werden.
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Unterkieferrekonstruktion, Patientenspezifische Implantate, Virtuelle Operationsplanung, Operationsschablonen, Computerassistierte Chirurgie, Unterkieferplastik, Mandibular injuries; Surgery, Mandibular prosthesis implantation; Trends, Surgery, computer-assisted; Methods, DDC 610 / Medicine & health
